fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Promotion (Structured doctoral education (Graduate college))

Falk Eckert: Leistungs-, Gefühls- und Selbstbilder. Der emotionale Habitus der oberen Mittel- und Arbeiterschicht in der Kultur des neuen Kapitalismus – Ein Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden.

DoktorandIn Falk Eckert
Betreuer BetreuerIn Prof. Dr. Andreas Reckwitz
Zeitraum 1. Januar 2008 - 1. Januar 2012
Fakultät Kulturwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl Professur für Vergleichende Kultursoziologie

Zusammenfassung

Mit dem Wandel der Arbeitskultur im gegenwärtigen "flexiblen Kapitalismus" kommt der (Berufs-)Arbeit eine zentrale Bedeutung für den Selbstwert und das Selbstverständnis des Individuums zu. Menschen werden im alltäglichen Leben fortwährend von Gefühlen begleitet. Diese sind nicht allein ein wesentlicher Bestandteil unserer Persönlichkeit und Interaktionen, sondern zugleich die Quelle und das Produkt der emotionalen Konstruktion von Wirklichkeit. Im Kern sucht mein Dissertationsprojekt die Gestaltung des emotionalen Habitus sowie von Selbst-Narrativen unter den Bedingungen moderner Marktgesellschaften zu untersuchen: Welche emotionalen Selbst-Narrative modellieren Angehörige der oberen Mittelschicht im Vergleich zu Angehörigen der oberen Arbeiterschicht vor dem biografischen Hintergrund der Generierung und Verwirklichung individueller Leistungsvorstellungen? Wie charakterisiert sich der emotionale Habitus der unterschiedlichen Bevölkerungssegmente? Das komparative Untersuchungsdesign in Form eines interkulturell angelegten Ländervergleichs zwischen der oberen Mittel- und Arbeiterschicht in Deutschland und den Niederlanden dient dabei der methodischen Kontrolle. Es gilt die Beziehungen zwischen den emotionalen Feldern des Handelns, der jeweiligen Schichtzugehörigkeit sowie möglicher nationaler Differenzen bezüglich der symbolisch-kognitiven Ordnungen und sozialer Praxis zu untersuchen. Als Basis der Untersuchung werden autobiografisch-narrative sowie leitfadengestützte Interviews dienen, als Bezugs- bzw. Vergleichsrahmen wird zusätzlich eine Analyse medial-öffentlicher Diskurse in Magazinen und Spielfilmen durchgeführt.

Finanzierung

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