fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Promotion (Individual doctorate)

Ivonne Klipstein: Änderungen in der Steuerplanung aufgrund der Unternehmenssteuerreform 2008

DoktorandIn Ivonne Klipstein
Betreuer BetreuerIn Prof. Dr. Stephan Kudert
Zeitraum 8. April 2008 - 26. Januar 2010
Fakultät Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl Lehrstuhl für ABWL, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

Zusammenfassung

Im Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurden zwei Hauptziele formuliert, welche die Erhöhung der Standortattraktivität und die Sicherung des deutschen Steuersubstrats sind. Die Umsetzung dieser Ziele soll durch die Schaffung positiver und negativer Anreize erreicht werden. Mithilfe unterschiedlicher Maßnahmen, wie zum Beispiel die Herabsetzung der Nominalsteuersätze, die Einführung der Abgeltungssteuer, die Einführung der Zinsschranke und die Einführung der Thesaurierungsbegünstigung, sollen ausländische Investoren angezogen und Investitionen von in Deutschland ansässigen Unternehmen zur Steuervermeidung beispielsweise durch Gewinnverlagerungen reduziert werden.

In der Arbeit wird zum einen der Frage nachgegangen, welche steuerlichen Änderungen sich für den Steuerpflichtigen durch die Unternehmensteuerreform 2008 ergeben und zum anderen welche Anpassungen er vornehmen sollte, um bei gleich bleibenden Gewinnen seine Steuerlast zu minimieren. Hierbei werden nicht nur nationale Sachverhalte betrachtet. International agierende Unternehmen waren schließlich der Hauptauslöser der Gesetzesreformierung. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, welche Auswirkungen die Unternehmensteuerreform für inter-national tätige Unternehmen hat, dass heißt, ob ausländische Standorte nach der Reform weniger attraktiv sind und welche neuen Möglichkeiten sich für diese Unternehmen bieten.