fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Promotion (Individual doctorate)

Christian Kahlenberg: Spannungsfeld zwischen nationaler Gesetzgebung und Abkommenspolitik – Eine normative und quantitative Analyse ausgewählter Problemfelder

DoktorandIn Christian Kahlenberg
Betreuer BetreuerIn Prof. Dr. Stephan Kudert
Zeitraum 1. Oktober 2013
Fakultät Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl Lehrstuhl für ABWL, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

Zusammenfassung

Das deutsche internationale Steuerrecht sieht sich zunehmend mit immer komplexeren Sachverhalten grenzüberschreitender Unternehmensaktivitäten konfrontiert. Hieraus können sich doppelte Steuerbelastungen, aber auch doppelte Steuerbefreiungen ergeben, welche auch teilweise durch Ausnutzung von Regelungslücken durch den Steuerpflichtigen erzwungen werden. Um dieser Problematik entgegen zu wirken, stehen dem deutschen Gesetzgeber grundsätzlich unilateralen Vorschriften i.R. des nationalen Steuerrechts, aber auch bilaterale Verträge wie Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung, um eine drohende Doppelbesteuerung zu vermeiden. Derzeit zeichnet sich eine zunehmende Tendenz ab, eine drohende doppelte Steuerbefreiung im Einzelfall zu vermeiden und im Gegenzug eine doppelte Steuerbelastung für den Regelfall in Kauf zu nehmen. Das Fundament für diese Auffassung bilden die aktuellen Änderungen der §§ 8b Abs. 1 S. 2 KStG sowie 50d Abs. 10 EStG im Rahmen des Amthilferichtlinie-Umsetzungsgesetzes.