fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Forschungsprojekt

Dr. Maria Deiters: Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg

Projektleitung Dr. Maria Deiters, Dr. Martin Schieck, Dr. Thomas Drachenberg
ProjektmitarbeiterInnen Stefanie Fink, Maria Bindel, Mechthild Noll-Minor, Henriette Brendler, Gotthard Kemmether, Ulrich-Christian Dinse, Werner Ziems, Stefanie Endler
Time span 05/2015 - 10/2017
Fakultät Kulturwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl Professur für Mittelalterliche Geschichte
Projektbeschreibtung (extern) https://www.frankfurt-oder.de/B%C3%BCrger/Aktuelles-Infos/Aktuelles/-B%C3%BCrger-von-heute-f%C3%BCr-B%C3%BCrger-von-damals-Rettet-Frankfurts-historische-Gesichter-.php?object=tx%7C2616.14.1&ModID=7&FID=2616.6208.1&NavID=2616.27&La=1&startkat=2616.12

Zusammenfassung

„Bürger – Pfarrer – Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ lautet der Arbeitstitel des groß angelegten Ausstellungs- und Restaurierungsprojektes, das von der Stadt und der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) gemeinsam getragen wird. Die Ausstellung verknüpft die Aktivitäten des Landes Brandenburg und der Evangelischen Landeskirche zum Reformationsjubiläum und soll gemeinsam mit der zentralen Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) eine überregionale Erschließung des Themas „Reformation in Brandenburg“ leisten.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die historische Pfarr- und Universitätskirche St. Marien mit ihren spätmittelalterlichen und reformationszeitlichen Kulturschätzen: Altäre, Skulpturen, Goldschmiedewerke, mittelalterliche Handschriften und reformationszeitliche Drucke sowie ein großer Bestand an spätmittelalterlichen und reformationszeitlichen Epitaphgemälden für bedeutende Frankfurter Bürger. Mit den Epitaphien, d. h., Werken, die ausdrücklich dem Gedächtnis der Verstorbenen gewidmet waren und oftmals deren Porträts tragen, blieben ihre Stifter gegenwärtig im Kirchenraum und damit in der Mitte der Stadtgemeinschaft. Gemeinsam mit den anderen Ausstattungsstücken bilden die Epitaphgemälde heute einen kulturellen Erinnerungsschatz von einer weit über Frankfurt hinausreichenden Bedeutung.

Geplant ist, die Ausstellung an drei Standorten zu installieren: in der Stadt- und Universitätskirche St. Marien, der Gertraudenkirche und dem städtischen Museum Viadrina. Die Ausstellung will die historischen Vorgänge und städtischen Verhältnisse des Spätmittelalters und der Reformationszeit in Frankfurt aus einer personengeschichtlichen Perspektive schildern. Im Fokus stehen wichtige Personen aus der Frankfurter Bürgerschaft und dem Universitätsleben – eben jene, die sich mit der Stiftung von Epitaphien verewigten oder auf andere Weise mit dem Frankfurter Reformationsgeschehen und auch der Marienkirche und ihren Kulturgüterbeständen verbunden sind.

Aufmerksamkeit soll aber auch für weitere historische Orte im Frankfurter Stadtraum geschaffen werden: Angedacht ist eine Markierung wichtiger Gebäude des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wie die Kirchen, das Rathaus sowie der mittelalterliche jüdische Friedhof – heute in Słubice auf polnischer Seite der Stadt.

Kooperation

Internationales Projekt Nein
Kooperationspartner Stadt Frankfurt (Oder), Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder), Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, TU Berlin