fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Promotion (Individual doctorate)

Daniela Blaudow: Gibraltar, Zypern und Malta: Die neuen Holdingstandorte?

DoktorandIn Daniela Blaudow
Betreuer BetreuerIn Prof. Dr. Kudert Stephan
Zeitraum 9. Oktober 2009 - 22. April 2015
Fakultät Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl Lehrstuhl für ABWL, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

Zusammenfassung

Durch das EuGH-Urteil vom 18.12.2009 zur Unabhängigkeit des gibraltarischen Steuerrechts vom Steuerrecht des Vereinigten Königreichs ist die gibraltarische Regierung nicht mehr daran gebunden, den allgemeinen Körperschaftsteuersatz in Gibraltar auf der gleichen Höhe anzusetzen wie der des Vereinigten Königreichs. Als Konsequenz wird der Steuersatz zum 1.1.2011 auf 10 % gesenkt, welcher damit neben Zypern der niedrigste Körperschaftsteuersatz innerhalb der EU darstellt. Dieses EuGH-Urteil ermöglicht nicht nur der Regierung Gibraltars das Steuerrecht selbst zu gestalten, durch die anschließende Senkung des Körperschaftsteuersatzes tritt Gibraltar nun in Konkurrenz mit Zypern, um neue Investoren anzulocken. Insbesondere Investoren außerhalb der EU, die einen ersten Standort für einen Markteintritt innerhalb der EU suchen, könnte Gibraltar in Zukunft mehr denn je als Investitionsstandort attraktiv erscheinen. Neben dem niedrigen Steuersatz könnten die erhebliche Nähe des gibraltarischen (Steuer-) Rechts zum englischen (Steuer-) Recht sowie die englische Sprache als Amtssprache Gibraltar einen erheblichen Vorteil gegenüber Zypern verschaffen. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher steuereffiziente Investitionsmöglichkeiten deutscher Investoren in Gibraltar untersucht werden. Mit Hilfe eines dynamischen Entscheidungsmodells sollen die verschiedenen Handlungsalternativen deutscher Investoren aufgezeigt und bewertet werden sowie Entscheidungshilfen und Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

Finanzierung

Drittmittelgeber Sonstiges
Finanzierungsart