fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Forschungsergebnis (Artikel (Sammelband))

Lidia Zessin-Jurek: Zwangsdeportationen nach Sibirien und gespaltene Erinnerung in der EU

Zusammenfassung

Der Text befasst sich mit den Zwangsmigrationen vor allem nach Sibirien. Sie wurden von Stalin im Rahmen seiner Politik der präventiven Bestrafung bestimmter Gruppen oder ganzer Nationen für ihnen pauschal zugeschriebene politische Einstellungen orchestriert. Opfer dieser Repressionen waren unter anderem Balten, Polen und zu einem geringeren Ausmaß auch andere Nationalitäten in jenen Regionen, die heute den östlichen Teil der Europäischen Union bilden.
Uns interessiert, wie die Autoren der ständigen Ausstellung im Haus der Europäischen Geschichte das Thema der Zwangsmigrationen nach Sibirien behandeln. Zweifelsohne reflektiert die Ausstellung im Herzen von Brüssel einen jahrelangen Diskussions- und Aushandlungsprozess um die Definition einer „europäischen Erinnerung“. Eine wichtige Etappe in diesem Prozess begann mit dem EU-Beitritt der ostmitteleuropäischen Staaten und lief auf unterschiedlichen Ebenen ab. Eine dieser Ebenen waren die EU-Institutionen, denen sich dieser Aufsatz widmet.

Autor Lidia Zessin-Jurek
Titel des Aufsatzes Zwangsdeportationen nach Sibirien und gespaltene Erinnerung in der EU
Schriftenreihe Vertreibungen im kommunistischen Herrschaftsgebiet
Jahr 2017

Einordnung in die Universitätsstruktur

Lehrstuhl Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien

Bibliographische Angabe

Lidia Zessin-Jurek: Zwangsdeportationen nach Sibirien und gespaltene Erinnerung in der EU. In: (): . (Vertreibungen im kommunistischen Herrschaftsgebiet) s.l. 2017.