fdb – Forschungsdatenbank der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Forschungsergebnis (Zeitschriftenartikel)

Eva Kocher: Corporate Social Responsibility - Instrumente zur Gestaltung transnationaler Arbeitsbeziehungen

Zusammenfassung

Unternehmerische Politiken zu "gesellschaftlicher Verantwortung" (CSR) gestalten durch die Setzung von Sozialstandards auch die transnationalen Arbeitsbeziehungen - und zwar auf dem Wege privater Regulierung. Gewerkschaftliche Akteure haben sich in den Fällen, in denen sie CSR-Konzepte mit dem Unternehmen ausgehandelt haben, insbesondere im Rahmen von International Framework Agreements, eine eigenständige Rolle und Gestaltungsmacht erarbeitet. Ob solche Modelle allerdings künftig den CSR-Mainstream beeinflussen können, bleibt zweifelhaft. Zwar können bei der Entwicklung und Durchsetzung transnationaler Sozialstandards unternehmensexterne Stakeholder durchaus Einfluss ausüben; es handelt sich dabei aber vor allem um Menschenrechtsgruppen/NGOs auf der einen und um Finanzmarktakteure auf der anderen Seite. Der Beitrag beschreibt typische Akteurs- und Interessenkonstellationen, die die Einflussmöglichkeiten gewerkschaftlicher Akteure bei der Implementation und Kontrolle transnationaler CSR-Politiken vorprägen bzw. unterhöhlen.

Autor Eva Kocher
Titel des Aufsatzes Corporate Social Responsibility - Instrumente zur Gestaltung transnationaler Arbeitsbeziehungen
Jahr 2008
Zeitschrift Zeitschrift WSI-Mitt.
Ausgabe / Nummer 4/2008
Seiten 198-203

Einordnung in die Universitätsstruktur

Fakultät Juristische Fakultät
Lehrstuhl Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäisches und Deutsches Arbeitsrecht, Zivilverfahrensrecht

Bibliographische Angabe

Eva Kocher: Corporate Social Responsibility - Instrumente zur Gestaltung transnationaler Arbeitsbeziehungen. In: WSI-Mitt. 4/2008, 2008, S. 198-203.